private Pflegezusatzversicherung – Welche paßt zu mir?

20.11.2011, Gesundheitsvorsorge, Grundsätzliches zur Gesundheitsvorsorge, Risikovorsorge

Die Überlegung für eine Pflegezusatzversicherung bedingt zunächst die Beantwortung einer sehr persönlichen Frage.
Wie möchte ich im Falle eines Falles gepflegt werden?
Aber vorab:
Eine private Pflegezusatzversicherung wird mit der stetig weiter steigenden Lebenserwartung häufiger nachgefragt.
Es werden mehr Menschen die pflegebedürftig werden. Von jetzt ca. 2. Mio. Menschen in Deutschland werden es im Jahre 2030 ca. 3. Mio. Menschen sein. Erstmalig Pflegeleistungen nimmt jeder 4. Mensch zwischen 70 – 89 Jahren in Anspruch.
Von der über 80 jährigen Menschen benötigen hingegen bereits 40% pflegende Unterstützung. Mit der zunehmenden Lebenserwartung wird somit ein Leben ohne die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen unwahrscheinlich.

Generell sind zwei große Kostenbereiche zu unterscheiden: Die pflegerischen Kosten und die Kosten für die Unterbringung und die Verpflegung. Trotzt der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung entstehen große finanzielle Lücken zur Deckung der Kosten.

Beispiele gesetzlicher Leistungen:

  • Ein 68-jähriger Mann bedarf pflegerischer Unterstützung. Eine häusliche Pflege durch die Familie (selbst beschaffte Pflegepersonen) ist möglich und gewünscht. Der medizinische Dienst der Krankenkassen stuft den pflegebedürftigen Menschen in die Pflegestufe I. ein. Es entsteht dadurch ein Anspruch auf eine Geldleistung in Höhe von 235 Euro mtl . (ab dem 1.1.2012) zur Verfügung.
  • Eine 74-jährige Frau bedarf pflegerischer Unterstützung. Eine häusliche Pflege durch die Familie ist nicht möglich. Der medizinische Dienst der Krankenkassen stuft den pflegebedürftigen Menschen in die Pflegestufe II ein. Es entsteht dadurch ein Anspruch auf eine Sachleistung für eine professionelle Pflege in Höhe von 1.100 Euro (ab dem 1.1.2012) im Monat.
Kombinationen aus Sach- und Geldleistungen sind möglich.
  • Eine 82-jährige Frau bedarf einer vollstationären Pflege. Diese vollstationäre Pflege wird vom Gesetzgeber gegenüber der häuslichen und teilstationären Pflege als nachrangig eingeordnet. Der medizinische Dienst der Krankenkassen stuft den pflegebedürftigen Menschen in die Pflegestufe III ein. Es entsteht dadurch ein Anspruch auf eine Sachleistung in Höhe von 1.550 Euro (ab dem 1.1.2012) im Monat.

Die finanzielle Lücke:
Abgeleitet aus Pflegekostenstatistiken gehe ich ohne die Berücksichtigung der Kosten für die Unterbringung und die Verpflegung, also allein für die pflegerischen Kosten von einer Lücke aus, die einen zusätzlichen finanziellen Bedarf von mindestens 80 – 150% der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung ausmacht.

Was für eine Pflegeversicherung wählen?
Am Markt werden drei Konzepte angeboten. Pflegetageldversicherungen, Pflegekostenversicherungen und Pflegerentenversicherungen. Neben Kosten und Leistungsvergleichen ist der kulturelle Aspekt das hier mit entscheidende Kriterium. Sie müssen sich zunächst die folgende Frage beantworten:
Wünsche ich, dass bei meiner Pflegebedürftigkeit von der privaten Pflegezusatzversicherung eine Geldleistung auf mein Konto kommt, also meine Familie oder andere Pflegepersonen mit diesem Geld für mich sorgen?
Wünsche ich dass bei meiner Pflegebedürftigkeit von der privaten Pflegezusatzversicherung die Kosten professioneller Dienste übernommen werden?
Nach der Klärung dieser Fragen, sind Überlegungen wichtig, ob (zumeist kostenfreie) Serviceleistungen des Versicherers für Sie interessant sind.
Zum Beispiel gibt es heute am Markt Produkte mit Pflegeheimplatzgarantien bis max. 100 km vom Wohnort, die Vermittlung von Pflegedienstleistern und die Organisation von Reha Maßnahmen sowie einer “Nie ins Heim Option”.
Wenn Sie dies allein oder mit mir geklärt haben, sprechen Sie mich an, denn dann beginnt für mich der Vergleich innerhalb der Produktgattung. Also die Bedingungs- und Preisprüfung der mir zur Auswahl stehenden Versicherer. Vorteilhaft ist sicher ein Gespräch. Ein Angebot erhalten Sie aber auch, wenn Sie unseren Anfragebogen zur Pflegezusatzversicherung ausgefüllt an uns zurück senden. Anfragebogen-Pflegezusatzversicherung

Auszug der Versicherer, die bei uns zur Wahl stehen: Allianz, ARAG, AXA, Barmenia, Central, DKV, Hallesche, Ideal, Mannheimer, Nürnberger, Signal, Universa, Versicherungskammer Bayern, Volkswohlbund, Württembergische, WWK

 

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